Ort und Lage

Beide wurden im Zuge der ersten Stadtbefestigung im 12. Jhd. errichtet. Unter dem später aufgesetzten steilen Walmdach des Markusturms sind noch die Umrisse des ursprünglichen Zinnenkranzes erkennbar. Das Büttelhaus daneben wurde bis ins 18. Jahrhundert als Gefängnis benutzt und beherbergt heute das Stadtarchiv. Der Röderbogen mit dem lanzenartigen Turmaufsatz und der mächtige Markusturm ergeben zusammen mit dem schlichten Renaissancebrunnen und den weinberankten Fachwerkhäusern der Rödergasse eines der reizvollsten Bilder Rothenburgs.




Rothenburg ob der Tauber - eine Begegnung mit der Geschichte, wie sie abwechslungsreicher nicht sein könnte.

Man kann stundenlang ohne einen Plan durch Rothenburg schlendern und sich vor den ersten Regentropfen in eines der zahlreichen Museen der Stadt retten. Wer allerdings mehr über das imposante Rathaus, die hochragenden Türme und Stadtmauern, Kirchen und Patrizierhäuser erfahren möchte, der sollte sich einer der vielen Stadtführungen durch die reichsstädtische Vergangenheit anschließen. Mit ca. 3000 Betten - vom First Class Hotel bis zum gemütlichen Gasthof, von der Ferienwohnung bis zur familiären Pension - bietet Ihnen Rothenburg ein umfangreiches Gastronomieangebot.
Außerdem sorgen 100 Restaurants, Weinstuben und Cafés für Ihr leibliches Wohl und Ihre Unterhaltung.


Ausführliche Informationen über Veranstaltungs- und Freizeitmöglichkeiten erhalten Sie beim:
Kultur- und Fremdenverkehrsamt
Marktplatz
91541 Rothenburg o. d. Tauber
tel.: 09861 / 404 - 92

Die Spuren der ersten Besiedlung des Gebietes von Rothenburg ob der Tauber reichen bis in die graue Vorzeit zurück. Schon rund 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung erhob sich eine Wallburg der Kelten über dem Taubertal (Engelsburg). Der Stadtteil Detwang wurde um 960 n. Chr. gegründet. Die älteste Festungsanlage des Mittelalters entstand ein Jahrzehnt später. Im Jahr 1142 ließ König Konrad III. hier eine Reichsburg erbauen, die jedoch 1356 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Am 15. Mai 1274, erhob König Rudolf I. Rothenburg ob der Tauber zur Freien Reichsstadt. Damit begann ein glanzvoller Aufstieg. Der Ort entwickelte sich zu einem Handelszentrum. Bald nahm die Stadt eine führende Stellung innerhalb der mächtigen süddeutschen Städtebünde ein. Etwa 180 Ortschaften gehörten ihrem Territorium. Im Jahre 1377 trat in Rothenburg der Reichstag zusammen. Um 1400 zählte man 6000 Einwohner.

Diese glorreiche Zeit fand jedoch mit Bürgermeister Topplers gewaltsamen Tod im Jahr 1408 ein jähes Ende. Nun wurde das Schicksal der Stadt wechselhaft. Von 1450 bis 1455 waren die Zünfte ihre Herren. Im Jahr 1525 erlitt die Bürgerschaft, eine schwere Niederlage, im schrecklichen Bauernkrieg. 1544 schloß sich die Stadt dem Protestantismus an. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie der Sage nach durch den legendären Meistertrunk des Altbürgermeisters Georg Nusch vor dem Verderben gerettet; das war am 31. Oktober 1631. Von 1650 bis zum Beginn des letzten Jahrhundert dämmerte Rothenburg ob der Tauber als einer der vielen unbedeutenden Städte Mitteleuropas dahin.


Im Jahr 1802 verlor die Stadt die Reichsfreiheit und wurde dem Königreich Bayern einverleibt. In der wenig später folgenden Epoche der deutschen Romantik verwandelte sich die mittelalterliche Stadt in ein Paradies der Maler und Dichter.
1825 kam Ludwig Richter, 1858 Carl Spitzweg. Diese beiden und unzählige andere Künstler begründeten den Weltruf des romantischen Rothenburg.